11.12.2018 Dienstag  Walldürn - wichtiger Standort des Katastrophenschutzes

Als Teil des Wasserrettungszuges 1 des Katastrophenschutzes mit dem Modul Strömungsrettung und entsprechendem Strömungsretterstandort ist die DLRG Ortsgruppe Walldürn ein wichtiges Standbein für den Bevölkerungsschutz des Landes Baden-Württemberg und des Bundes. Durch die Bereitschaft zur kontinuierlichen Weiterbildung stellen die Mitglieder des Walldürner Einsatztrupps den Strömungsretterstandort in Walldürn sicher. Das Personal muss 24 Stunden an sieben Tagen die Woche für überregionale Einsätze bereit sein. Durch die steigende Zahl der verherrenden Hochwasser in den letzten Jahren wird die Einsatzbereitschaft der Strömungsretter immer

wichtiger. Auch und gerade weil die Unwetter mehr und mehr Regionen und Gemeinden heimsuchen, die bis dato vom Hochwasser verschont geblieben sind. Um für diese Einsätze weiterhin gut gerüstet zu sein, besuchten Florian Wanke und Nicolas Schubert von der DLRG OG Walldürn im November den Lehrgang zum Strömungsretter der Stufe 2 (SR 2) in Traunstein an der österreichischen Grenze.

Grundvoraussetzung für die Teilnahme ist neben Lehrgängen zum Thema Führung auch das Bestehen des Strömungsretter 1, welchen Wanke und Schubert in der Vergangenheit bereits erfolgreich absolviert haben. Die Ausbildung zum SR2 befähigt die Teilnehmer und Teilnehmerinnen dazu künftig die Leitung im Einsatz zu übernehmen. Die SR-Trupps des Bevölkerungsschutzes Baden-Württemberg werden alarmiert, wenn es um die Rettung aus und in fließenden Gewässern geht. Ebenfalls Teil des Lehrganges ist das eigenständige Umsetzen von Seilaufbauten und ablassbaren Seilstellen.

Zudem erlaubt die erfolgreiche Teilnahme am SR 2 den beiden Walldürnern künftig die selbstständige Anleitung und Durchführung von Übungen. Bei dem bundeslandübergreifenden Lehrgang entlang der Tiroler Ache wurde auf den bestehenden Standards der Strömungsrettung aufgebaut. Da die Anwärter eine gewisse körperliche Fitness als Grundvoraussetzung vorweisen müssen, galt es zunächst den sogenannten Cooper-Test unter den strengen Augen der Ausbilder zu bewältigten. Bei dem Cooper-Test muss innerhalb von 12 Minuten muss mindestens eine Strecke von 2,4km zurückgelegt werden.

In der Tiroler Ache mussten die Teilnehmer ihre Fertigkeiten im Wasser unter Beweis stellen und die Zusammenarbeit mit dem Raft als Einsatzmittel trainieren. Weiter wurde die Fortbewegung in unwegsamen Geländen mit Abseilstrecken erprobt und mehrere Seilbrücken aufgebaut. Auch Nachteinsätze mit einer vermissten Person und anschließender Schräghangrettung im Dunkeln stellten die Teilnehmer vor immer neue Herausforderungen. Im theoretischen Teil wurde den Teilnehmern und Teilnehmerinnen schließlich noch weiteres Wissen über Knotenkunde, Crew ressources management und Einsatztaktik vermittelt.

Kategorie(n)
Einsatz

Von: Laura Walter

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